Lanz + Precht

Lanz + Precht

In dem ZDF-Podcast sprechen Markus Lanz (Journalist, Talkshow-Moderator) und Richard David Precht (Philosoph, Schriftsteller) über die gesellschaftlich und politisch relevanten Themen unserer Zeit. Informativ, inspirierend, kontrovers: „Lanz + Precht“ ist der wöchentliche Gedankenaustausch zweier Menschen, die sich persönlich zugetan, aber nicht immer einer Meinung sind. Immer freitags, überall wo es Podcasts gibt. *** Credits: Producer: Lucas Raßbach, Redaktion: Monika Fabricius und Simon Schuling, Postproduktion: Dominik Völkl, Redaktion ZDF: Henning Brekenkamp und Marc Lovric ***
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Resumen del episodio

Der Podcast beginnt mit einer Rückblende auf eine legendäre Fernsehsendung vor 15 Jahren und geht über in eine tiefgreifende Analyse der aktuellen politischen Lage innerhalb der Linkspartei, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Antisemitismus und den Generationenkonflikt nach dem Gaza-Krieg. Die Diskussion beleuchtet zudem die Debatte um Antisemitismus-Vorwürfe in der Berliner Linken sowie die Problematik unklarer Definitionen. Des Weiterhin wird die politische Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs und die Verschiebung von Solidaritätslinien thematisiert. Es wird analysiert, wie postkoloniale Narrative dazu führen können, dass historische Verbrechen ausgeblendet werden und sich neue, teils problematische Identitäten entwickeln, die den Fokus auf den Kampf gegen westlichen Imperialismus legen.

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Destacados

Ende 23 hatte die Linkspartei noch 50.000 ungefähr Mitglieder bundesweit. Und als Sarah Wagenknecht da raus ist, waren die eigentlich politisch tot.

00:10:50 · Es wird die massive Veränderung der Mitgliederstruktur und die politische Bedeutung des Ausscheidens von Sarah Wagenknecht thematisiert.

Auf dem Landesparteitag der Berliner Linken am 11.12. Oktober 2024 kommt es zu einem Erklar, als eine Mehrheit der Delegierten den Antrag zur klaren Ablehnung von Antisemitismus und Judenhass ablehnt.

00:14:59 · Ein entscheidender Moment innerhalb der Partei wird beschrieben, in dem ein Antrag gegen Antisemitismus keine Mehrheit fand.

In der JDA-Erklärung wird ganz klar gesagt, dass auch vehemente Kritik am Staat Israel nicht gleichzusetzen ist mit Antisemitismus oder nicht unweigerlich Antisemitismusverdacht nach sich zieht.

00:23:36 · Es wird die Bedeutung der Jerusalemer Erklärung hervorgehoben, um eine klare Trennung zwischen Antisemitismus und Israelkritik zu ermöglichen.

Man kann einen so ungeheuerlichen, schweren Vorwurf wie Antisemitismus nicht politisch instrumentalisierung, ohne ihn, wenn man ihn dauerhaft politisch instrumentalisiert, zu entleeren.

00:33:54 · Der Sprecher warnt davor, dass die ständige politische Nutzung des Antisemitismusvorwurfs dessen Ernsthaftigkeit und Bedeutung gefährdet.

Die Nulllinie ist nicht mehr der Holocaust, der ultimative Referenzpunkt für das Böse schlechthin. Sondern in der Welt dieser Leute ist es genau das: der Kolonialismus.

00:48:37 · Es wird beschrieben, wie sich die moralische Bezugsgröße in bestimmten politischen Diskursen vom Holocaust hin zum Kolonialismus verschoben hat.

Episodios

270-

#266 („Die Linke“ und der Antisemitismus-Vorwurf)

Der Podcast beginnt mit einer Rückblende auf eine legendäre Fernsehsendung vor 15 Jahren und geht über in eine tiefgreifende Analyse der aktuellen politischen Lage innerhalb der Linkspartei, insbesondere im Hinblick auf die Rolle von Antisemitismus und den Generationenkonflikt nach dem Gaza-Krieg. Die Diskussion beleuchtet zudem die Debatte um Antisemitismus-Vorwürfe in der Berliner Linken sowie die Problematik unklarer Definitionen. Des Weiterhin wird die politische Instrumentalisierung des Antisemitismusvorwurfs und die Verschiebung von Solidaritätslinien thematisiert. Es wird analysiert, wie postkoloniale Narrative dazu führen können, dass historische Verbrechen ausgeblendet werden und sich neue, teils problematische Identitäten entwickeln, die den Fokus auf den Kampf gegen westlichen Imperialismus legen.

09 oct. 2026
269-

#265 (Droht die KI-Apokalypse?)

In dieser Episode werden die existenziellen Ängste und apokalyptischen Szenarien im Zusammenhang mit der Entwicklung autonomer KI-Agenten diskutiert. Dabei wird zwischen herkömmlichen Werkzeugen und Agenten unterschieden, die eigenständig agieren können, was sowohl technologische als auch psychologische Risiken für die Gesellschaft birgt. Zudem werden die zunehmende Autonomie von KI-Agenten bei der Umgehung von Beschränkungen sowie die ökologischen Folgen durch den enormen Energieverbrauch von Rechenzentren thematisiert. Das Gespräch analysiert zudem, ob die Warnungen vor existenziellen Bedrohungen als Marketinginstrument der Tech-Giganten dienen könnten.

02 oct. 2026
268-

#264 (PISA: Ein Desaster mit Ansage)

In dieser Episode werden die alarmierenden Ergebnisse der PISA-Studie und der damit einhergehende Rückgang der Lesekompetenz in Deutschland kritisch analysiert. Die Sprecher thematisieren den Verlust der Lehrerautorität, die Herausforderungen bei der Integration sowie die Gefahr einer Nivellierung von Leistungsstandards durch ein Streben nach Gleichheit. Darüber hinaus wird eine Bildungsrevolution gefordert, um den kognitiven Wert des Lesens im Zeitalter von KI und digitalen Ablenkungen zu bewahren. Dabei werden internationale Vorbilder wie England und Estland herangezogen, um alternative Wege für eine wissensorientierte und talentfördernde Lehrerausbildung aufzuzeigen.

25 sep. 2026
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#263 (Wohnungsnot - hilft das Vergesellschaften?)

In dieser Episode diskutieren die Sprecher über die philosophische und soziale Bedeutung von Wohnen, angefangen bei persönlichen Erinnerungen an erste eigene Wohnungen bis hin zur aktuellen Wohnraumkrise. Richard teilt Einblicke in die emotionale Verbindung zu seinem Zuhause und die Herausforderungen bei der Renovierung von Altbauwohnungen. Der Fokus verschiebt sich dann auf die politische Dimension: Die Folgen der Privatisierung von staatlichem Wohnraum in Berlin und Dresden werden analysiert, ebenso wie die Debatte um Vergesellschaftung versus sozialen Wohnungsbau. Die Sprecher beleuchten das Wiener Modell als Vorbild, thematisieren die rechtlichen Hürden von Enteignungen und diskutieren mögliche Lösungsansätze wie die Umwandlung von Gewerbeimmobilien.

18 sep. 2026
266-

#262 (Wenn die Mitte ihre Mehrheit verliert)

Die Moderatoren analysieren den politischen Wandel in Deutschland, ausgehend von persönlichen Anekdoten bis hin zur Analyse der aktuellen Zäsur in Sachsen-Anhalt. Dabei wird das Ende der Ära Merkel und die damit einhergehende Rückkehr zu politischer Polarisierung thematisiert. Die Diskussion beleuchtet zudem die strukturellen Krisen der liberalen Demokratie, einschließlich der Macht von Medien und Geld sowie der zunehmenden Ideologisierung gesellschaftlicher Debatten. Es wird argumentiert, dass Rechtspopulismus eher ein Symptom dysfunktionaler demokratischer Prozesse als deren alleinige Ursache ist.

11 sep. 2026